Häufige Fragen zu Gastronomie und Hotellerie
Hier findest du kurze, geprüfte Antworten auf die Fragen, die uns Gastronomen, Hoteliers und Gründer am häufigsten stellen: zu Gründung, Kalkulation, BWA, Personal, Steuern, Kasse und Marketing. Jede Antwort führt zu einem ausführlichen Fachbeitrag, in dem wir das Thema mit Rechenwegen und Beispielen aus der Beratung vertiefen.
Die Gastro Piraten begleiten seit 2010 Restaurants, Cafés, Bars, Landgasthöfe und Hotels, über 5.600 Betriebe bisher. Steuerberatung leisten wir nicht: Steuerliche und rechtliche Fragen klärst du verbindlich mit deinem Steuerberater oder Anwalt. Stand der Antworten: Oktober 2026.
Über die Gastro Piraten
Wer sind die Gastro Piraten?
Die Gastro Piraten sind eine Unternehmensberatung für Gastronomie und Hotellerie, gegründet 2010 von René Kaplick. Seitdem haben wir über 5.600 Betriebe begleitet, vom Imbiss bis zum Hotel, bundesweit sowie in Österreich und der Schweiz. Unser Sitz ist in Brandenburg mit Büro in Berlin.
Ausführlich: Über uns
Was macht ein Gastronomieberater?
Ein Gastronomieberater findet heraus, wo ein Betrieb Geld verliert, und sorgt dafür, dass sich das ändert. Er analysiert BWA, Wareneinsatz, Personalkosten, Speisekarte und Abläufe, rechnet jede Maßnahme in Euro vor und setzt sie mit dem Team um. Bei Gründern kommen Konzept, Standort, Businessplan und Finanzierung dazu.
Ausführlich: Unternehmensberatung Gastronomie
Was kostet eine Gastronomieberatung bei den Gastro Piraten?
Das Erstgespräch ist kostenlos. Feste Einstiegsangebote sind die BWA-Analyse für 699 Euro zzgl. Umsatzsteuer, der Bankcheck für 499 Euro zzgl. Umsatzsteuer und der kostenlose Speisekarten-Check. Größere Projekte und längere Begleitungen bekommst du als Festpreisangebot, nachdem wir deinen Betrieb kennen.
Ausführlich: BWA-Analyse
Wird eine Gastronomieberatung gefördert?
Das hängt von deinem Betrieb ab, etwa von Alter, Größe, Lage und Vorhaben. Welche Programme für Gründer oder bestehende Betriebe in Frage kommen, ändert sich regelmäßig. Wir prüfen das im kostenlosen Erstgespräch mit dir und sagen dir ehrlich, ob sich ein Antrag lohnt.
Ausführlich: Fördermittel in der Gastronomie
Beraten die Gastro Piraten nur in Berlin?
Nein. Unser Sitz ist in Berlin und Brandenburg, beraten wird bundesweit sowie in Österreich und der Schweiz. Wir kommen in den Betrieb, wenn Küche, Service und Abläufe vor Ort gesehen werden müssen, und arbeiten online, wenn es um Zahlen, Kalkulation und Planung geht.
Ausführlich: Restaurant- und Hotelberatung
Machen die Gastro Piraten auch Buchhaltung und Lohn?
Buchhaltung und Lohnabrechnung übernimmt bei Bedarf ein spezialisierter Partner. Unser Schwerpunkt ist die Beratung. Wir arbeiten mit deiner BWA, egal wer sie erstellt, und stimmen uns mit deinem Steuerberater ab. Steuerberatung leisten wir selbst nicht.
Ausführlich: Buchhaltung über unseren Partner
Welche Erfahrung steckt hinter den Gastro Piraten?
René Kaplick ist seit 1990 im Gastgewerbe, gelernter Koch mit Stationen in der Sternegastronomie und Handelsfachwirt. Er hat sieben Fachbücher geschrieben. Im Landesprogramm GastroDigital Hessen haben die Gastro Piraten 2022 als Projektpartner 1.200 Vor-Ort-Beratungen in über 280 Betrieben durchgeführt. Seit 2018 besteht die Kooperation mit dem DEHOGA Berlin.
Ausführlich: Über uns
Gründung und Übernahme
Was brauche ich, um ein Restaurant zu eröffnen?
Du brauchst ein tragfähiges Konzept, einen geprüften Standort, einen Businessplan mit Finanzierung, die Gewerbeanmeldung, je nach Bundesland eine Gaststättenerlaubnis, die Belehrung nach Infektionsschutzgesetz, ein Hygienekonzept nach HACCP und die passenden Versicherungen. Welche Genehmigungen genau nötig sind, klärst du beim Ordnungsamt und Gesundheitsamt deiner Gemeinde.
Ausführlich: Eigenes Restaurant eröffnen
Was kostet es, ein Restaurant zu eröffnen?
Das hängt vor allem davon ab, ob du ein eingerichtetes Objekt übernimmst oder Küche und Lüftung neu baust, wie groß der Gastraum ist und wie viel Liquiditätsreserve du für die Anlaufmonate einplanst. Die Reserve wird am häufigsten unterschätzt. Den Rechenweg mit allen Kostenblöcken zeigen wir im Beitrag.
Ausführlich: Was kostet ein Restaurant wirklich?
Wie schreibe ich einen Businessplan für ein Restaurant?
Ein Businessplan für ein Restaurant beschreibt Konzept, Zielgruppe, Standort und Wettbewerb, enthält Speisekarte mit Kalkulation, Investitions- und Finanzierungsplan, eine Rentabilitätsplanung über drei Jahre und eine monatliche Liquiditätsplanung für das erste Jahr. Die Bank liest vor allem, ob die Zahlen zueinander passen.
Ausführlich: Gastronomie-Businessplan · Businessplan für ein Café
Kann ich ein Restaurant ohne Eigenkapital eröffnen?
Ganz ohne Eigenkapital ist eine Gründung schwer zu finanzieren, weil Banken einen Eigenanteil sehen wollen. Es gibt aber Wege, die Lücke zu verkleinern: Förderkredite, Bürgschaften der Bürgschaftsbanken, Gründungszuschuss, Finetrading für Ware und Crowdfunding. Welche Kombination trägt, hängt von Konzept und Businessplan ab.
Ausführlich: Finanzierung in der Gastronomie · Bürgschaft
Gibt es einen Kredit für die Gründung einer Gastronomie?
Ja. Neben dem Kredit der Hausbank gibt es Förderkredite der KfW und der Landesförderbanken, die meist über die Hausbank beantragt werden. Wichtig: Den Antrag stellst du vor dem ersten Vertrag, also vor Pacht- oder Kaufvertrag. Wer vorher unterschreibt, verliert oft die Förderung.
Ausführlich: KfW oder Hausbank
Wie bekomme ich den Gründungszuschuss für eine Gastronomie?
Den Gründungszuschuss gibt es von der Arbeitsagentur, wenn du Arbeitslosengeld beziehst, noch mindestens 150 Tage Anspruch hast und eine fachkundige Stelle deinem Businessplan die Tragfähigkeit bescheinigt. Er ist eine Ermessensleistung, ein überzeugender Businessplan entscheidet. Den Antrag stellst du vor Beginn der Selbstständigkeit.
Ausführlich: Gründungszuschuss Gastronomie
Welche Rechtsform passt für ein Restaurant?
Für viele Einzelgründer reicht zum Start das Einzelunternehmen, bei mehreren Gründern kommt die GbR in Frage, die aber persönlich haften. Wer Haftung begrenzen will, schaut auf UG oder GmbH. Entscheidend sind Haftung, Steuern bei steigendem Gewinn und Kosten. Die Entscheidung triffst du mit deinem Steuerberater.
Ausführlich: Rechtsform in der Gastronomie
Worauf muss ich beim Pachtvertrag achten?
Achte auf Laufzeit und Verlängerungsoptionen, Indexierung der Pacht, wer Instandhaltung und Reparaturen trägt, was mit Inventar und Küchentechnik passiert, Rückbaupflichten beim Auszug und auf versteckte Getränkebindungen. Lass den Vertrag vor der Unterschrift prüfen, nicht danach.
Ausführlich: Pachtvertrag Gastronomie
Lohnt sich ein Brauereivertrag?
Ein Brauereivertrag kann sich lohnen, wenn Darlehen oder Ausstattung den Preis der Bindung wert sind. Teuer wird er, wenn Mindestabnahme, Laufzeit und Bierpreis nicht zu deinem Absatz passen. Rechne aus, was dich die Bindung über die gesamte Laufzeit kostet, bevor du unterschreibst.
Ausführlich: Brauereivertrag prüfen
Worauf muss ich bei der Übernahme eines Restaurants achten?
Prüfe die Zahlen der letzten Jahre samt Kassendaten, alle laufenden Verträge mit Pacht, Lieferanten und Leasing, den Zustand von Küche, Lüftung und Kühlung, die Arbeitsverträge der Mitarbeiter und die Frage, warum der Vorbesitzer wirklich verkauft. Ein Kaufpreis für den Goodwill ist nur so viel wert wie die Zahlen dahinter.
Ausführlich: Landgasthof übernehmen · Unternehmensnachfolge
Kalkulation und Speisekarte
Wie kalkuliere ich ein Gericht richtig?
Du ermittelst die Warenkosten pro Portion aus einer Rezepturkarte mit Einkaufspreisen und Ausbeute, legst den Deckungsbeitrag fest, den das Gericht in Euro bringen muss, und rechnest daraus den Nettopreis. Dazu kommen 7 Prozent Umsatzsteuer auf Speisen. Am Ende prüfst du, ob der Preis zu Karte und Gästen passt.
Ausführlich: Speisen kalkulieren · Wareneinsatz in der Küche · Gerichtsrechner
Wie hoch darf der Wareneinsatz in der Gastronomie sein?
Eine feste Grenze, die für jeden Betrieb gilt, gibt es nicht. Die Wareneinsatzquote ist ein Kontrollwert. Entscheidend ist, ob nach Wareneinsatz, Personal und allen anderen Kosten genug übrig bleibt. Ein Steakhaus braucht eine andere Quote als eine Pizzeria. Maßstab ist der Deckungsbeitrag in Euro.
Ausführlich: Wareneinsatz optimieren
Wie berechne ich den Wareneinsatz?
Wareneinsatz ist Anfangsbestand plus Einkauf minus Endbestand. Teilst du ihn durch den Nettoumsatz der jeweiligen Warengruppe, erhältst du die Quote. Ohne Inventur am Anfang und Ende des Zeitraums ist die Zahl ungenau, weil Lagerschwankungen sie verzerren. Speisen und Getränke rechnest du getrennt.
Ausführlich: Inventur zum Jahresende
Was ist ein Deckungsbeitrag in der Gastronomie?
Der Deckungsbeitrag ist das, was vom Nettopreis eines Gerichts nach Abzug der Warenkosten übrig bleibt. Aus ihm bezahlst du Personal, Pacht, Energie und alles andere, der Rest ist Gewinn. Zwei Gerichte mit gleicher Wareneinsatzquote können sehr unterschiedliche Deckungsbeiträge in Euro bringen.
Ausführlich: Deckungsbeitragskalkulation · Deckungsbeitragsrechner
Was ist Menu Engineering?
Menu Engineering ordnet jedes Gericht nach Verkaufszahl und Deckungsbeitrag in vier Gruppen ein. Daraus folgt, welche Gerichte du nach vorn stellst, welche du im Preis anpasst und welche von der Karte fliegen. Du brauchst dafür Verkaufszahlen aus der Kasse und eine Kalkulation pro Gericht.
Ausführlich: Menu Engineering
Wie viele Gerichte sollte eine Speisekarte haben?
Eine feste Zahl gibt es nicht, aber weniger ist fast immer besser. Jedes Gericht bindet Ware, Lagerplatz, Vorbereitung und Aufmerksamkeit der Küche. Wenn Gerichte kaum bestellt werden und wenig Deckungsbeitrag bringen, kosten sie mehr, als sie bringen. Eine Analyse der Verkaufszahlen zeigt, wo du kürzen kannst.
Ausführlich: Speisekarte optimieren
Wie kalkuliere ich Getränke richtig?
Getränke kalkulierst du wie Speisen, aber mit 19 Prozent Umsatzsteuer und mit Schankverlust. Grundlage sind der Einkaufspreis pro Liter, die Ausschankmenge, ein realistischer Verlust beim Zapfen oder Mixen und der Deckungsbeitrag, den das Getränk in Euro bringen soll.
Ausführlich: Getränke kalkulieren · Bierpreis
Wie erhöhe ich Preise, ohne Gäste zu verlieren?
Erhöhe gezielt statt pauschal: zuerst bei Gerichten mit hoher Nachfrage und schwachem Deckungsbeitrag, mit besserer Beschreibung und sichtbarem Mehrwert. Rechne vorher aus, wie viele Gäste du verlieren dürftest, bis die Erhöhung sich nicht mehr lohnt. Meist ist diese Zahl deutlich höher, als Wirte befürchten.
Ausführlich: Gewinn steigern
Wie kalkuliere ich ein Buffet oder ein Hotelfrühstück?
Beim Buffet kalkulierst du nicht pro Portion, sondern pro Gast. Du erfasst über mehrere Tage Einkauf, Verbrauch und Reste, rechnest die Warenkosten pro Gast und legst den Deckungsbeitrag fest. Kritisch sind teure Positionen in offener Auslage und zu große Behälter, die Reste produzieren.
Ausführlich: Buffet kalkulieren · Hotelfrühstück kalkulieren
Wie steigere ich den Umsatz pro Gast?
Den Umsatz pro Gast steigerst du vor allem im Service: aktive Getränkeempfehlung, zweites Getränk, Vorspeise und Dessert anbieten, Tagesgericht mit Geschichte erzählen. Dazu kommt eine Karte, die Gerichte mit gutem Deckungsbeitrag nach vorn stellt. Das kostet keinen Werbeeuro, aber Schulung.
Ausführlich: Upselling
BWA, Zahlen und Gewinn
Was ist eine BWA und wie lese ich sie?
Die betriebswirtschaftliche Auswertung zeigt monatlich Umsatz, Kosten und Ergebnis deines Betriebs. Schau zuerst auf Umsatz im Vergleich zu Vormonat und Vorjahr, dann auf Wareneinsatz und Personalkosten in Euro und Prozent, dann auf das Ergebnis. Wichtig ist, dass Bestände abgegrenzt sind, sonst täuscht die Zahl.
Ausführlich: BWA in der Gastronomie verstehen
Was bringt eine BWA-Analyse?
Eine BWA-Analyse vergleicht deine BWAs und Summen- und Saldenlisten mehrerer Jahre, findet Buchungsfehler und Schwachstellen und zeigt die drei größten Hebel mit Wirkung in Euro. Bei uns kostet sie 699 Euro zzgl. Umsatzsteuer, die Übergabe läuft im Video-Call, danach bekommst du die Auswertung als PDF.
Ausführlich: BWA-Analyse
Wie viel verdient ein Gastronom?
Das hängt stark von Konzept, Größe, Lage und davon ab, ob der Inhaber selbst mitarbeitet. Entscheidend ist nicht der Umsatz, sondern was nach Wareneinsatz, Personal, Pacht, Energie und Steuern übrig bleibt und ob davon ein angemessener Unternehmerlohn bezahlt ist. Den Rechenweg zeigen wir im Beitrag.
Ausführlich: Wie viel verdient ein Gastronom?
Warum verdiene ich trotz vollem Laden kein Geld?
Meist liegt es an drei Dingen: Gerichte, deren Preis die tatsächlichen Warenkosten nicht trägt, ein Dienstplan, der nicht zum Umsatz passt, und Kosten, die niemand monatlich kontrolliert. Volle Tische zeigen Nachfrage, nicht Gewinn. Wo das Geld versickert, zeigt der Abgleich von Kalkulation, Kasse und BWA.
Ausführlich: Gewinn steigern
Welche Kennzahlen sollte ein Gastronom kennen?
Die wichtigsten sind Umsatz pro Gast, Wareneinsatz und Personalkosten in Euro und Prozent, Deckungsbeitrag, Ergebnis nach allen Kosten und die Liquidität der nächsten Wochen. Wichtiger als jede einzelne Zahl ist, sie jeden Monat anzuschauen und Abweichungen sofort zu klären.
Ausführlich: Kennzahlen Gastronomie
Was ist Prime Cost in der Gastronomie?
Prime Cost ist die Summe aus Wareneinsatz und Personalkosten. Weil diese beiden Posten in den meisten Betrieben den größten Teil der Kosten ausmachen, ist ihre Summe ein schneller Gesundheitscheck. Wie hoch sie sein darf, hängt von Pacht, Konzept und Preisniveau ab.
Ausführlich: Kennzahlen Gastronomie
Wie berechne ich den Break-even für mein Restaurant?
Den Break-even berechnest du, indem du deine monatlichen Fixkosten durch die Deckungsbeitragsquote teilst. Das Ergebnis ist der Nettoumsatz, ab dem du keinen Verlust mehr machst. Teilst du ihn durch deinen Umsatz pro Gast, siehst du, wie viele Gäste du im Monat brauchst.
Ausführlich: Öffnungszeiten kalkulieren · Deckungsbeitragsrechner
Wie plane ich die Liquidität in der Gastronomie?
Plane Einnahmen und Ausgaben Woche für Woche über mindestens drei Monate, mit Pacht, Löhnen, Lieferanten, Steuern und Kreditraten zu ihren echten Fälligkeiten. Besonders gefährlich sind Monate mit schwachem Umsatz und gleichzeitigen Steuerzahlungen. Wer das vorher sieht, kann mit Bank und Lieferanten reden.
Ausführlich: Liquiditätsplanung
Was tun, wenn das Restaurant nicht mehr läuft?
Zuerst die Lage klären: Liquidität der nächsten Wochen, offene Verbindlichkeiten, Ergebnis der letzten Monate. Dann früh mit Steuerberater, Bank und den wichtigsten Gläubigern sprechen, solange noch Spielraum da ist. Wer zu spät handelt, hat keine Optionen mehr. Hilfe von außen lohnt sich vor dem leeren Konto.
Ausführlich: Restaurant retten
Personal und Lohn
Wie hoch ist der Mindestlohn in der Gastronomie?
Der gesetzliche Mindestlohn liegt 2026 bei 13,90 Euro pro Stunde und steigt am 1. Januar 2027 auf 14,60 Euro. Gilt für deinen Betrieb ein Tarifvertrag, können höhere Tariflöhne verbindlich sein. Prüfe auch die Minijob-Grenze, sie hängt am Mindestlohn.
Ausführlich: Mindestlohn 2026 und 2027
Wie hoch ist die Minijob-Grenze?
Die Minijob-Grenze liegt 2026 bei 603 Euro im Monat und steigt 2027 mit dem Mindestlohn auf 633 Euro. Wer die Grenze überschreitet, rutscht in den Midijob. Prüfe die Stunden deiner Aushilfen bei jeder Mindestlohnerhöhung neu, sonst fällt der Minijob unbemerkt weg.
Ausführlich: Minijobs in der Gastronomie 2027
Wie hoch dürfen die Personalkosten in der Gastronomie sein?
Eine Quote, die für alle Betriebe gilt, gibt es nicht. Ein Restaurant mit Bedienung braucht mehr Personal als ein Imbiss mit Selbstbedienung. Entscheidend ist, ob Personaleinsatz und Umsatz zur selben Zeit zusammenpassen und ob nach Ware und Personal genug für alle anderen Kosten bleibt.
Ausführlich: Personalkosten Gastronomie
Wie senke ich Personalkosten ohne Kündigung?
Leg die Kassendaten stundengenau neben den Dienstplan. Fast immer stehen in ruhigen Stunden zu viele Leute im Betrieb und in Spitzen zu wenige. Versetzte Schichten, angepasste Öffnungszeiten, Vorbereitung in ruhige Zeiten und Mitarbeiter, die mehrere Stationen können, senken die Kosten, ohne jemanden zu entlassen.
Ausführlich: Dienstplan
Muss ich in der Gastronomie die Arbeitszeit erfassen?
Ja. Arbeitgeber müssen die Arbeitszeit ihrer Mitarbeiter erfassen, und für Minijobber und Beschäftigte im Gastgewerbe gelten zusätzliche Aufzeichnungspflichten zu Beginn, Ende und Dauer der Arbeitszeit. Fehlen die Aufzeichnungen, wird es bei einer Zollkontrolle teuer. Am einfachsten geht es digital.
Ausführlich: Arbeitszeiterfassung
Ist Trinkgeld steuerfrei?
Trinkgeld, das Gäste freiwillig direkt deinen Mitarbeitern geben, ist für die Mitarbeiter steuerfrei. Trinkgeld an den Inhaber selbst ist dagegen Betriebseinnahme. Bei Kartenzahlung läuft das Trinkgeld über das Konto des Betriebs und muss sauber erfasst und weitergegeben werden. Die Einzelheiten klärst du mit deinem Steuerberater.
Ausführlich: Trinkgeld 2026
Darf ich Trinkgeld im Team verteilen?
Ein gemeinsamer Trinkgeldtopf für Service und Küche ist möglich, wenn die Regel klar ist und das Team zustimmt. Einbehalten darf der Arbeitgeber Trinkgeld, das den Mitarbeitern gegeben wurde, nicht. Leg die Verteilung schriftlich fest und halte dich jeden Tag daran.
Ausführlich: Digitales Trinkgeld
Wie finde ich Personal für mein Restaurant?
Personal findest du heute vor allem über dein Team und deinen Ruf: verlässliche Dienstpläne, fairer Umgang, konkrete Stellenanzeigen mit Lohn und Arbeitszeiten, schnelle Rückmeldung an Bewerber und eine Einarbeitung, die nicht nach drei Tagen endet. Wer Leute hält, muss weniger suchen.
Ausführlich: Mitarbeiter finden und halten
Was muss ich beim Probearbeiten beachten?
Ein unbezahlter Probetag ist nur als echtes Kennenlernen zulässig, ohne dass der Bewerber reguläre Arbeit leistet. Sobald er wie ein Mitarbeiter eingesetzt wird, entsteht ein Arbeitsverhältnis mit Lohn- und Meldepflichten. Bei einer Zollkontrolle wird das teuer. Kläre Ablauf und Dauer vorher klar.
Ausführlich: Risiken beim Probearbeiten
Wie bilde ich in der Gastronomie aus?
Für die Ausbildung brauchst du einen geeigneten Betrieb und einen Ausbilder mit Eignung, die Anmeldung läuft über die IHK. Gute Azubis bekommst du über Praktika, Schulkontakte und einen Betrieb, der Ausbildung ernst nimmt. Wer heute ausbildet, hat morgen Fachkräfte, die er nicht suchen muss.
Ausführlich: Ausbildung in der Gastronomie
Recht, Steuern und Pflichten
Wie hoch ist die Umsatzsteuer in der Gastronomie 2026?
Seit dem 1. Januar 2026 gilt für Speisen dauerhaft der ermäßigte Satz von 7 Prozent, egal ob im Restaurant oder außer Haus. Getränke bleiben bei 19 Prozent. Bei Kombiangeboten wie Frühstück oder Buffet mit Getränken muss der Preis aufgeteilt werden. Prüf die Steuersätze im Artikelstamm deiner Kasse.
Ausführlich: Umsatzsteuer 2026
Wann kommt die Registrierkassenpflicht?
Nach dem Regierungsentwurf vom 23. September 2026 soll die Kassenpflicht am 1. Januar 2028 starten, für Betriebe mit mehr als 100.000 Euro Gesamtumsatz und mindestens 12.000 Euro Barumsatz. Entscheidend ist der Umsatz 2026. Bundestag und Bundesrat müssen noch zustimmen.
Ausführlich: Registrierkassenpflicht 2028
Was passiert bei einer Kassennachschau?
Ein Prüfer des Finanzamts kommt unangekündigt, beobachtet oft zuerst als Gast, weist sich aus und verlangt Kassensturz, Unterlagen und den Datenexport der Kasse. Ist alles in Ordnung, endet die Nachschau. Findet er Mängel, kann er ohne Anordnung zur Außenprüfung übergehen.
Ausführlich: Kassennachschau
Was passiert bei einer Betriebsprüfung in der Gastronomie?
Bei einer Betriebsprüfung prüft das Finanzamt nach Ankündigung mehrere Jahre deiner Buchführung. In der Gastronomie stehen Kassenführung, Wareneinsatz im Verhältnis zum Umsatz, Trinkgeld und Aushilfen im Fokus. Sind die Aufzeichnungen nicht ordnungsgemäß, darf geschätzt werden. Dein Steuerberater begleitet die Prüfung.
Ausführlich: Betriebsprüfung
Muss ich meine Kasse beim Finanzamt melden?
Ja. Seit 2025 müssen elektronische Kassen mit ihrer technischen Sicherheitseinrichtung über ELSTER beim Finanzamt gemeldet werden, neue Kassen innerhalb eines Monats nach Anschaffung. Auch die Außerbetriebnahme ist zu melden. Das übernimmt meist dein Steuerberater, wenn er von der Kasse weiß.
Ausführlich: Kassensystem in der Gastronomie
Muss ich jedem Gast einen Bon geben?
Wer eine elektronische Kasse nutzt, muss seit 2020 für jeden Vorgang einen Beleg ausgeben, auf Papier oder elektronisch. Der Gast muss ihn nicht mitnehmen. Nach dem Entwurf zum Zweiten Kassengesetz soll ab 2028 eine digitale Belegbereitstellung den Papierbon ersetzen.
Ausführlich: Belegpflicht
Ab wann muss ich E-Rechnungen ausstellen?
E-Rechnungen empfangen können musst du seit dem 1. Januar 2025. Ausstellen musst du sie an Firmenkunden ab 2027, wenn dein Vorjahresumsatz über 800.000 Euro liegt, ab 2028 gilt das für alle. Kleinbetragsrechnungen bis 250 Euro, also die meisten Bewirtungsbelege, sind ausgenommen.
Ausführlich: E-Rechnung
Was muss ich bei Allergenen auf der Speisekarte beachten?
Die 14 Hauptallergene musst du für jedes Gericht offenlegen. Das geht direkt auf der Karte oder mündlich, wenn eine schriftliche Dokumentation im Betrieb vorliegt und auf der Karte darauf hingewiesen wird. Die Dokumentation muss zu den aktuellen Rezepturen passen, auch nach jedem Lieferantenwechsel.
Ausführlich: HACCP in der Gastronomie
Was ist HACCP und brauche ich das?
HACCP ist ein System, mit dem du Gefahren für die Lebensmittelsicherheit in deinem Betrieb erkennst und kontrollierst, und es ist für jeden Lebensmittelbetrieb Pflicht. Dazu gehören festgelegte Kontrollpunkte wie Kühltemperaturen, ein Reinigungsplan, Schulungen und Aufzeichnungen, die bei einer Kontrolle vorliegen.
Ausführlich: HACCP
Was darf ich auf der Speisekarte behaupten?
Alles, was stimmt und belegbar ist. Begriffe wie regional, hausgemacht, bio oder klimaneutral müssen nachprüfbar zutreffen. Seit der Änderung des Wettbewerbsrechts im September 2026 sind pauschale Umweltaussagen ohne Nachweis unzulässig. Bio braucht zusätzlich eine Kontrollstelle.
Ausführlich: Werbeaussagen auf der Speisekarte
Brauche ich eine Gaststättenerlaubnis?
Das hängt vom Bundesland ab. In einigen Ländern brauchst du für den Ausschank von Alkohol weiterhin eine Erlaubnis, in anderen reicht eine Anzeige beim Gewerbeamt. Kläre das vor der Eröffnung beim Ordnungsamt deiner Gemeinde, zusammen mit Bauordnung, Lüftung und Lebensmittelüberwachung.
Ausführlich: Eigenes Restaurant eröffnen
Digitalisierung und Kasse
Welches Kassensystem ist das beste für die Gastronomie?
Das beste Kassensystem ist das, das zu deinen Abläufen passt, rechtssicher ist und saubere Zahlen an die Buchhaltung liefert. Achte auf TSE, Datenexport, Offline-Betrieb, Schnittstellen zu Kartenterminal und Buchhaltung und auf die Gesamtkosten über drei Jahre, nicht nur auf den Gerätepreis.
Ausführlich: Kassensystem in der Gastronomie
Was bringt KI in der Gastronomie wirklich?
KI hilft heute bei klar abgegrenzten Aufgaben: Telefonannahme und Reservierung, Texte für Karte, Website und Social Media, Auswertung von Kassendaten und Antworten auf Bewertungen. Sie ersetzt keinen Gastgeber. Sinnvoll ist sie dort, wo sie deinem Team Zeit für den Gast zurückgibt.
Ausführlich: KI in der Gastronomie · KI-Telefon
Brauche ich ein Reservierungssystem?
Ein Online-Reservierungssystem lohnt sich, sobald das Telefon im Service stört, Gäste abends online buchen wollen oder No-Shows zum Problem werden. Achte darauf, dass es mit deinem Google-Profil verbunden ist, Erinnerungen verschickt und dir die Daten deiner Gäste lässt.
Ausführlich: No-Shows
Wie gehe ich mit No-Shows um?
Gegen No-Shows helfen Erinnerungen vor dem Termin, eine klare Stornoregel, Anzahlung oder Kartenhinterlegung bei Gruppen und eine Warteliste. Wichtig ist, die Regel freundlich und vorab zu kommunizieren. Ob eine Gebühr durchsetzbar ist, hängt davon ab, dass der Gast ihr vorher zugestimmt hat.
Ausführlich: No-Shows in der Gastronomie
Lohnt sich ein Lieferdienst wie Lieferando?
Ein Lieferdienst über eine Plattform lohnt sich nur, wenn nach Provision, Verpackung und Warenkosten noch ein Deckungsbeitrag bleibt, der dir reicht. Für Auslastung in schwachen Zeiten kann das funktionieren, als Kerngeschäft selten. Rechne jedes Liefergericht gesondert und kalkuliere eigene Lieferpreise.
Ausführlich: Lieferdienst in der Gastronomie
Braucht mein Restaurant eine eigene Website?
Ja. Google-Profil und Social Media reichen nicht, weil Gäste und KI-Systeme verlässliche Informationen suchen: Speisekarte, Öffnungszeiten, Preise, Reservierung, Anfahrt. Eine einfache, schnelle Website mit aktuellen Inhalten bringt mehr als eine aufwendige, die niemand pflegt.
Ausführlich: Restaurant-Website erstellen
Wird Digitalisierung in der Gastronomie gefördert?
Teilweise ja, abhängig von Programm, Bundesland, Größe und Alter des Betriebs. Die Programme ändern sich häufig, und viele verlangen, dass der Antrag vor der Anschaffung gestellt wird. Wir prüfen im Erstgespräch, was für deinen Betrieb aktuell in Frage kommt.
Ausführlich: Digitalisierung
Was bringt Digitalisierung in einem Hotel?
Im Hotel bringt Digitalisierung vor allem Zeit und weniger Fehler: ein Hotelprogramm mit Channel-Manager, Direktbuchung über die eigene Website, digitale Dienstplanung, Zeiterfassung und eine Kasse, die Restaurant und Bar sauber trennt. Wie das in einem echten Hotel aussah, zeigt unsere Fallstudie.
Ausführlich: Fallstudie Hotel
Marketing und Gäste
Wie werde ich als Restaurant bei Google gefunden?
Der wichtigste Hebel ist ein vollständiges Google-Unternehmensprofil: richtige Kategorie, Öffnungszeiten, Speisekarte, aktuelle Fotos, Reservierungslink und regelmäßige Antworten auf Bewertungen. Dazu eine eigene Website mit denselben Daten. Wer seine Daten überall gleich und aktuell hält, wird häufiger angezeigt.
Ausführlich: Google Business Profile
Wie reagiere ich auf schlechte Google-Bewertungen?
Antworte zeitnah, sachlich und ohne Rechtfertigung. Bedanke dich, nimm den Kritikpunkt ernst, sag, was du ändern wirst, und biete einen direkten Kontakt an. Deine Antwort liest nicht nur der Kritiker, sondern jeder, der danach dein Profil anschaut. Unwahre Behauptungen kannst du bei Google melden.
Ausführlich: Google Business Profile
Wie wird mein Restaurant in ChatGPT empfohlen?
KI-Systeme empfehlen Betriebe, über die sie verlässliche, übereinstimmende Informationen finden: auf der eigenen Website, im Google-Profil, in Bewertungen und Branchenverzeichnissen. Klare Angaben zu Küche, Lage, Preisen und Besonderheiten helfen mehr als Werbesprache. Das ist die Grundlage der KI-Sichtbarkeit.
Ausführlich: Fachbegriffe für KI-Sichtbarkeit
Lohnt sich Instagram für mein Restaurant?
Instagram lohnt sich, wenn du regelmäßig zeigst, was Gäste bei dir erwartet, und Besucher zu Reservierungen führst. Likes allein zahlen keine Pacht. Wenige gute Beiträge pro Woche mit echten Menschen, Gerichten und Geschichten bringen mehr als tägliche Werbung.
Ausführlich: Instagram für Gastronomen
Lohnt sich Influencer-Marketing in der Gastronomie?
Influencer-Marketing lohnt sich, wenn die Follower in deiner Region wohnen und zu deiner Zielgruppe passen. Prüfe Reichweite und Echtheit vorher, vereinbare klare Leistungen und rechne aus, wie viele zusätzliche Gäste nötig sind, damit sich die Einladung rechnet. Werbung muss als Werbung gekennzeichnet sein.
Ausführlich: Influencer-Marketing
Wie gewinne ich Stammgäste?
Stammgäste entstehen durch Wiedererkennen: Namen merken, Vorlieben kennen, verlässliche Qualität, ein Team, das bleibt. Ergänzend helfen ein Newsletter, Aktionen für schwache Tage und kleine Gesten zu Anlässen wie Geburtstagen. Stammgäste kosten dich weniger Werbung als jeder neue Gast.
Ausführlich: Der Gast ist König · Aktionen
Wie bekommt ein Hotel mehr Direktbuchungen?
Mehr Direktbuchungen bekommst du mit einer schnellen Buchungsmaschine auf der eigenen Website, einem echten Vorteil für Direktbucher, einem gepflegten Google-Hotelprofil und einem Team an der Rezeption, das Gäste für die nächste Buchung direkt anspricht. Jede Direktbuchung spart die Portalprovision.
Ausführlich: Direktbuchungen im Hotel · Google-Profil für Hotels
Wie fülle ich schwache Tage im Restaurant?
Schwache Tage füllst du mit Angeboten, die genau dort ansetzen: feste Themenabende, Aktionen für Stammgäste, Gruppen und Firmen, Kochkurse oder Verkostungen. Vorher prüfst du mit den Kassendaten, ob sich das Öffnen an diesem Tag überhaupt rechnet. Manchmal ist schließen die bessere Aktion.
Ausführlich: Aktionen in der Gastronomie
Deine Frage ist nicht dabei?
Stell sie uns im kostenlosen Erstgespräch. Du schilderst die Lage, wir sagen dir ehrlich, ob und wo wir helfen können, ohne Kosten und ohne Verpflichtung.
Jeden Montag von 10 bis 11 Uhr besprechen wir in der Hospitality Business School live mit Gastronomen und Hoteliers die Fragen, die gerade drängen. Hier kostenlos anmelden. Alle Fachbeiträge nach Themen sortiert findest du im Wissenshub.