Eine Verkaufsschulung in der Gastronomie wirkt dann, wenn das ganze Serviceteam täglich übt, nicht wenn eine Person einmal im Jahr auf ein Seminar fährt. Am besten funktioniert ein Training von zehn Minuten vor jeder Schicht im eigenen Betrieb, vier Wochen lang, mit einer Technik pro Woche und einer Messung über die Kasse: Umsatz pro Gast, Dessertquote, Kaffeequote. Was dabei hängen bleibt, ist nicht Umsatz, sondern Deckungsbeitrag, und den rechnest du ehrlich.
Du kennst das Muster. Ein Tagesseminar zum Thema Verkaufen, Teilnahmegebühr, Anfahrt, Hotel, ein Tag, an dem du im Betrieb fehlst. Du kommst motiviert zurück, erzählst am Montag beim Personalessen begeistert davon, und am Mittwoch fragt dein Service wieder „Was darf's sein?“. Nicht, weil dein Team schlecht ist, sondern weil niemand außer dir dabei war und niemand geübt hat.
Dieser Beitrag zeigt dir, wie du eine Verkaufsschulung im eigenen Betrieb aufziehst: mit welchen Techniken, in welchem Rhythmus, mit welchem Trainingsplan, wie du misst, ob sie wirkt, und was sie dich wirklich kostet. Dazu eine ehrliche Rechnung, was zwei Euro mehr pro Gast tatsächlich bringen, und zwei Rückmeldungen von Lesern, die genau so angefangen haben.
Inhalt
- Was bringt eine Verkaufsschulung in der Gastronomie wirklich?
- Warum verpuffen Verkaufsseminare so oft?
- Wie trainiere ich mein Team im eigenen Betrieb?
- Welche Techniken gehören in die Verkaufsschulung?
- Wie sieht ein Trainingsplan über vier Wochen aus?
- Wie messe ich, ob die Schulung wirkt?
- Was berichten Leser, die es umgesetzt haben?
- Was kostet eine Verkaufsschulung?
- Welche Fehler machen Gastronomen bei der Verkaufsschulung?
- Häufige Fragen
Was bringt eine Verkaufsschulung in der Gastronomie wirklich?
Eine gute Verkaufsschulung erhöht den Umsatz pro Gast, weil der Service aktiv empfiehlt statt nur Bestellungen aufzunehmen. Wichtig ist, was davon übrig bleibt: Zwei Euro mehr brutto pro Gast sind nach Umsatzsteuer und Wareneinsatz rund 1,28 Euro Deckungsbeitrag. Bei 100 Gästen an 312 Öffnungstagen sind das knapp 40.000 Euro im Jahr. Das ist viel Geld, aber nicht die 72.000 Euro, mit denen gern geworben wird.
Die Rechnung mit den 72.000 Euro geht so: 100 Gäste mal 2 Euro mal 30 Tage mal 12 Monate, „ohne zusätzliche Kosten“. Drei Fehler stecken darin. Erstens sind die 2 Euro brutto, darin steckt Umsatzsteuer. Zweitens kostet jedes zusätzliche Dessert und jedes zweite Glas Wein Ware. Drittens hat kaum ein Betrieb 360 Tage im Jahr geöffnet. Umsatz ist nicht Gewinn. Das gilt auch beim Verkaufen.
Rechenbeispiel: Was 2 Euro mehr pro Gast im Jahr bringen
Annahmen: 100 Gäste pro Tag, 2 Euro mehr brutto pro Gast, je zur Hälfte Speisen (7 Prozent Umsatzsteuer) und Getränke (19 Prozent), 28 Prozent Wareneinsatz auf den Mehrverkauf, 312 Öffnungstage (sechs Tage pro Woche). Alle Werte sind Beispielannahmen für deinen eigenen Rechenweg.
Werbeversprechen: Umsatz brutto bei 360 Tagen
72.000 Euro
Umsatz brutto bei 312 echten Öffnungstagen
62.400 Euro
Umsatz netto, ohne Umsatzsteuer
rund 55.400 Euro
Deckungsbeitrag nach Wareneinsatz
rund 39.900 Euro
Der Deckungsbeitrag ist das, was zur Bezahlung von Personal, Pacht und Energie und am Ende als Gewinn übrig bleibt. Wie du ihn für deine Karte berechnest, steht im Beitrag zur Deckungsbeitragskalkulation.
Rund 40.000 Euro Deckungsbeitrag aus einer Schulung, die im eigenen Betrieb zehn Minuten am Tag kostet, ist trotzdem eine der besten Investitionen, die ein Restaurant machen kann. Wir rechnen sie nur ehrlich, weil du mit ehrlichen Zahlen bessere Entscheidungen triffst. Und weil eine Schulung, die 72.000 Euro verspricht und 40.000 bringt, dein Team frustriert, obwohl sie ein Erfolg war.
Dazu kommt, was in keiner Rechnung steht: Gäste, die eine gute Empfehlung bekommen, fühlen sich besser betreut. Eine Servicekraft, die sicher empfiehlt, hat mehr Spaß an der Arbeit und meist mehr Trinkgeld. Und ein Team, das gemeinsam übt, redet mehr miteinander, auch zwischen Küche und Service.
Warum verpuffen Verkaufsseminare so oft?
Verkaufsseminare verpuffen meistens, weil nur eine Person teilnimmt, das Wissen nicht ins Team kommt, niemand regelmäßig übt und niemand misst. Ein Seminar liefert Motivation für einen Tag, Verkaufen ist aber eine Gewohnheit. Gewohnheiten entstehen durch Wiederholung im eigenen Betrieb, mit den eigenen Gerichten, den eigenen Gästen und dem eigenen Team.
Damit kein Missverständnis entsteht: Ein gutes Seminar kann Energie geben, und es tut gut, einen Tag mit anderen Gastronomen zu verbringen. Aber für den Verkauf in deinem Betrieb reicht es nicht. Drei Gründe:
Die falsche Person sitzt dort
Meist fährt der Chef. Verkaufen müssen aber die Servicekräfte am Tisch, und die waren nicht dabei.
Die Beispiele passen nicht
Cheesecake und Aperol funktionieren im Seminar. Bei dir stehen vielleicht Kaiserschmarrn und Hauswein auf der Karte.
Niemand übt und misst
Ohne tägliche Wiederholung und ohne Zahl aus der Kasse ist nach zwei Wochen alles wie vorher.
Deshalb setzen wir in der Gastronomieberatung auf das Gegenteil: kurz, täglich, im eigenen Laden, mit dem ganzen Team und mit einer Zahl, die jeder sieht. Das ist weniger spektakulär als ein Seminar, aber es verändert den Abend.
Wie trainiere ich mein Team im eigenen Betrieb?
Du trainierst dein Team am wirksamsten mit einem täglichen Briefing von zehn Minuten vor der Schicht: zwei Minuten die Zahl von gestern, drei Minuten ein Produkt zeigen und probieren lassen, drei Minuten Rollenspiel mit der Technik der Woche, zwei Minuten das Ziel für heute. Das Briefing ersetzt kein Seminar, es ersetzt das Vergessen.
Das 10-Minuten-Briefing
Minute 1 bis 2 · Die Zahl von gestern
Umsatz pro Gast und eine Quote, zum Beispiel Desserts pro Gast. Ohne Schuldzuweisung, als Spielstand.
Minute 3 bis 5 · Ein Produkt zeigen
Die Küche zeigt das Dessert, die Bar den Hauswein oder den neuen Aperitif. Wer es probiert hat, empfiehlt es glaubwürdig.
Minute 6 bis 8 · Rollenspiel
Zwei Leute spielen Gast und Service, mit der Technik der Woche. Einmal, kurz, ohne Bühne.
Minute 9 bis 10 · Ziel für heute
Ein konkretes Ziel, zum Beispiel: jedem Tisch das Dessert der Woche mit zwei Möglichkeiten anbieten.
Wichtig: Das Briefing ist Arbeitszeit. Wer verlangt, dass das Team zehn Minuten früher kommt, bezahlt diese zehn Minuten auch. Das ist nicht nur fair, es ist Pflicht, und es entscheidet darüber, ob dein Team die Schulung als Unterstützung oder als Schikane erlebt. Plane die Zeit deshalb fest im Dienstplan ein.
Und hol die Küche dazu. Ein Dessert, das der Service nie probiert hat, verkauft er nicht. Ein Koch, der erlebt, dass sein Dessert plötzlich dreimal so oft rausgeht, steht anders am Pass. Wie Küche und Service besser zusammenarbeiten, steht im Beitrag zum Kampf zwischen Küche und Service.
Welche Techniken gehören in die Verkaufsschulung?
In eine Verkaufsschulung für die Gastronomie gehören fünf Grundtechniken: das erste Getränk anbieten statt fragen, Empfehlungen mit zwei Möglichkeiten, feste Verkaufsstationen vom Aperitif bis zum Kaffee, Beschreibungen, die Lust machen und stimmen, und eine ehrliche Abschlussfrage vor dem Bezahlen. Mehr braucht es am Anfang nicht, aber diese fünf müssen sitzen.
1. Anbieten statt fragen. „Was darf's sein?“ und „Haben Sie schon gewählt?“ machen den Gast zum Besteller. „Darf ich Ihnen zum Start unseren hausgemachten Holunder-Spritz bringen, oder lieber erst ein Wasser?“ macht die Servicekraft zum Gastgeber. Bei Freunden zu Hause fragst du auch nicht, ob sie sich schon entschieden haben. Wie Sprache den Unterschied macht, zeigt der Beitrag zur gastgeberorientierten Sprache.
2. Zwei Möglichkeiten statt Ja oder Nein. „Noch ein Dessert?“ endet fast immer mit „Nein, danke“. „Mögen Sie lieber unseren warmen Apfelstrudel oder das Mohnparfait mit Beeren?“ lässt den Gast wählen. Er kann trotzdem ablehnen, aber er hat sich das Angebot vorher angeschaut. Das ist kein Trick, sondern eine Empfehlung mit Auswahl.
3. Feste Stationen. Jeder Gast bekommt an denselben Stellen ein Angebot: Aperitif, Vorspeise, Begleitung zum Hauptgang, Dessert, Kaffee oder Digestif. Dazu gehört, den Preis offen zu nennen, wenn der Gast zusagt, damit die Rechnung keine Überraschung bringt. Wie viele Kontaktpunkte ein Abend tatsächlich hat, zeigt der Beitrag Aktiver Verkauf im Service: 20 Kontaktpunkte pro Gast.
4. Worte, die Lust machen und stimmen. „Hausgemacht“, „aus der Region“, „heute frisch reingekommen“ wecken Neugier. Aber nur, wenn es stimmt. Eine Empfehlung, die der Gast als Übertreibung erkennt, kostet dich mehr als jede verkaufte Portion bringt. Was du auf Karte und am Tisch behaupten darfst, steht im Beitrag zu Werbeaussagen auf der Speisekarte.
5. Die ehrliche Abschlussfrage. Kurz vor dem Bezahlen fragt die Servicekraft: „Hatten Sie einen schönen Abend bei uns?“ Der Gast denkt noch einmal an den Abend, und wenn etwas nicht gepasst hat, erfährst du es jetzt und nicht erst in der Google-Bewertung. Ob das mehr Trinkgeld bringt, misst du selbst. Sicher ist: Es bringt Rückmeldung, mit der du arbeiten kannst.
Was wir bewusst nicht trainieren
Psychotricks wie gezieltes Mitnicken, damit der Gast unbewusst zustimmt, künstliche Verknappung, die nicht stimmt, oder Druck am Tisch. Solche Techniken können kurzfristig Umsatz bringen, aber Gäste merken sie, und dann ist das Vertrauen weg. Gute Empfehlungen brauchen keinen Trick. Sie brauchen ein Team, das das Produkt kennt und es gern weiterempfiehlt.
Wer tiefer einsteigen will: Die Techniken für Getränke stehen ausführlich unter Getränkeumsatz steigern, das Zusammenspiel mit der Speisekarte unter Upselling in der Gastronomie. Und welche Gerichte sich überhaupt zum Empfehlen lohnen, zeigt das Menu Engineering. Empfiehl nicht das teuerste Gericht, sondern das mit dem besten Deckungsbeitrag.
Wie sieht ein Trainingsplan über vier Wochen aus?
Ein Trainingsplan über vier Wochen nimmt pro Woche eine Technik und eine Station: Woche eins das erste Getränk, Woche zwei die Zwei-Wege-Empfehlung zum Hauptgang, Woche drei Dessert und Kaffee, Woche vier Abschlussfrage und Wiederholung. Jede Woche hat ein messbares Ziel aus der Kasse. Nach vier Wochen vergleichst du mit den vier Wochen davor.
Woche 1 · Der Start
Technik: anbieten statt fragen, beim ersten Getränk.
Messen: Aperitif oder Softdrink pro Gast.
Woche 2 · Der Hauptgang
Technik: zwei Möglichkeiten, Wein oder Beilage zum Hauptgang.
Messen: Glaswein pro Gast, Beilagen pro Hauptgang.
Woche 3 · Der Abschluss
Technik: Dessert der Woche mit zwei Möglichkeiten, danach Kaffee oder Digestif.
Messen: Desserts pro Gast, Kaffeespezialitäten pro Gast.
Woche 4 · Die Gewohnheit
Technik: Abschlussfrage, dazu alle Stationen im Rollenspiel wiederholen.
Messen: Umsatz pro Gast gegenüber den vier Wochen davor.
Warum nur eine Technik pro Woche? Weil niemand an einem Freitagabend mit vollem Laden fünf neue Dinge gleichzeitig ausprobiert. Eine Sache, die sitzt, ist mehr wert als fünf, die man irgendwann mal gehört hat. Nach den vier Wochen bleibt das Briefing, die Techniken rotieren, und alle paar Wochen kommt ein neues Produkt dazu, das die Küche zeigt.
Neue Mitarbeiter steigen nicht in Woche drei ein und verstehen nur die Hälfte. Gib ihnen in der Einarbeitung die Grundtechniken mit, idealerweise schriftlich, und lass sie im ersten Briefing einmal mitspielen. Wie eine gute Einarbeitung aufgebaut ist, steht unter Onboarding für Kellner und Servicekräfte.
Wie messe ich, ob die Schulung wirkt?
Ob eine Verkaufsschulung wirkt, misst du über die Kasse: Umsatz pro Gast, also Nettoumsatz geteilt durch Gästezahl, dazu Quoten wie Desserts pro Gast oder Kaffeespezialitäten pro Gast. Vergleiche die vier Wochen mit Schulung mit den vier Wochen davor und mit demselben Zeitraum im Vorjahr. Ohne diese Zahl weißt du nicht, ob die Schulung wirkt oder ob nur das Wetter besser war.
Die drei Zahlen, die du wöchentlich brauchst
- Umsatz pro Gast: Nettoumsatz der Woche geteilt durch die Zahl der Gäste. Wenn deine Kasse keine Gäste zählt, nimm die Zahl der Hauptgerichte als Annäherung.
- Dessertquote: verkaufte Desserts geteilt durch Gäste. Die schnellste Zahl, an der dein Team einen Erfolg sieht.
- Getränke pro Gast: getrennt nach Aperitif, Glaswein und Kaffee, je nachdem, was du gerade trainierst.
Rechne beim Umsatz pro Gast mit Nettozahlen, sonst vergleichst du Äpfel mit Birnen, sobald sich Steuersätze oder der Anteil von Speisen und Getränken verschiebt. Und hänge die Zahl sichtbar ins Team, ohne einzelne Servicekräfte bloßzustellen. Ein gemeinsamer Spielstand motiviert, ein öffentliches Ranking spaltet.
Wenn die Zahlen nach vier Wochen nicht steigen, liegt es selten am Team. Meist liegt es an der Karte: Gerichte, die schwer zu empfehlen sind, Desserts, die niemand probiert hat, oder Preise, die nicht zum Produkt passen. Dann ist der nächste Schritt nicht mehr Training, sondern ein Blick auf die Speisekarte. Wie das geht, steht im Beitrag Speisekarte optimieren, welche Kennzahlen du sonst noch im Blick haben solltest, unter Kennzahlen in der Gastronomie.
Was berichten Leser, die es umgesetzt haben?
Leser unseres Buches „Aktiver Verkauf im Restaurant“ berichten, dass schon ein einziges geübtes Kapitel messbare Wirkung hatte: bei Kaffeespezialitäten, beim Umsatz pro Gast und bei Desserts. Die beiden folgenden Rückmeldungen sind anonymisiert. Sie zeigen, dass die Techniken ohne Seminar funktionieren, wenn das Team sie im eigenen Betrieb übt.
Elke: Kaffeespezialitäten
Elke hat nach eigener Aussage früher nur sieben Kaffeespezialitäten im Jahr verkauft. Nach dem Training eines einzigen Kapitels mit ihrem Team waren es 37 in den ersten vier Wochen.
Was dahinter steckt: Kaffee wurde vorher nicht angeboten, sondern nur auf Nachfrage gemacht. Ein festes Angebot nach dem Dessert reicht oft schon.
Frank: ein einziger Abend
Frank hat mit seinem Team eine Szene aus dem Buch durchgespielt. An diesem Abend stieg der Umsatz pro Kopf im Schnitt um 3,50 Euro, und das Team verkaufte zwölf Desserts mehr als an seinem bisher stärksten Abend im ganzen Vorjahr.
Was dahinter steckt: Das Team hat das Angebot vorher einmal laut geübt. Mehr nicht.
Zwei Rückmeldungen sind keine Studie, und ein einzelner Abend sagt noch nichts über ein ganzes Jahr. Wir erzählen sie trotzdem, weil sie genau das zeigen, worum es in diesem Beitrag geht: Die Wirkung entsteht nicht durch das Wissen allein, sondern dadurch, dass ein Team es gemeinsam übt. Ob es bei dir genauso wirkt, zeigen dir nach vier Wochen deine eigenen Zahlen.
Was kostet eine Verkaufsschulung?
Eine Verkaufsschulung im eigenen Betrieb kostet vor allem bezahlte Arbeitszeit: Bei fünf Servicekräften, zehn Minuten an 26 Tagen und dem Mindestlohn von 13,90 Euro sind das rund 300 Euro Lohn im Monat, zuzüglich Arbeitgeberanteilen. Ein externes Seminar kostet Teilnahmegebühr, Anfahrt, Übernachtung und einen Tag, an dem du fehlst, und erreicht meist nur eine Person.
Die 300 Euro sind eine einfache Rechnung: 5 Personen mal 10 Minuten mal 26 Tage ergibt rund 21,7 Stunden, mal 13,90 Euro rund 300 Euro. Zahlst du über Mindestlohn, und das tun viele für gute Servicekräfte, wird es entsprechend mehr. Dem gegenüber steht der Deckungsbeitrag aus dem Rechenbeispiel oben. Selbst wenn nur ein Viertel davon eintritt, hat sich die Zeit vielfach bezahlt gemacht. Aktuelle Werte zum Mindestlohn stehen im Beitrag Mindestlohn 2026 und 2027 in der Gastronomie.
Der günstigste Einstieg ist ein Buch. In „Aktiver Verkauf im Restaurant“ stehen die Techniken, Szenen zum Durchspielen und die Abläufe, mit denen wir auch vor Ort arbeiten. Für rund 25 Euro siehst du, wie wir arbeiten, bevor du irgendetwas buchst. Für viele Betriebe reicht das. Wer keine Zeit oder keinen Draht hat, das Training selbst zu führen, holt sich jemanden in den Betrieb, der es mit dem Team aufbaut und nach ein paar Wochen wieder geht. Das machen wir als Restaurantberatung direkt im Objekt, mit euren Gerichten, euren Abläufen und euren Zahlen.
Tipp für Dezember: Das Buch als Weihnachtsgeschenk fürs Team
Ein Buch für jede Servicekraft ist ein Geschenk, das sich zurückzahlt. Sachgeschenke an Mitarbeiter bleiben bis zu einem Wert von 50 Euro im Monat steuer- und sozialversicherungsfrei, wenn in diesem Monat kein anderer Sachbezug genutzt wird (§ 8 Absatz 2 EStG). Kläre die Einzelheiten mit deinem Steuerberater, gerade wenn du schon Tankgutscheine oder Ähnliches gibst.
Welche Fehler machen Gastronomen bei der Verkaufsschulung?
Die häufigsten Fehler sind: nur den Chef schulen statt das Team, alle Techniken auf einmal einführen, Verkaufsziele mit Druck statt mit Spielstand verbinden, das Briefing nicht bezahlen, die Küche außen vor lassen und nicht messen. Jeder dieser Fehler sorgt dafür, dass nach zwei Wochen alles ist wie vorher, und das Team das nächste Training als „schon wieder so ein Ding“ abhakt.
Ein letzter Gedanke aus der Unternehmensberatung Gastronomie: Verkaufen ist Führungsaufgabe. Wenn der Chef selbst am Tisch nie empfiehlt, wird das Team es auch nicht tun. Geh in der ersten Woche selbst an zwei, drei Tische und mach es vor. Wie Führung im Service wirkt, steht im Beitrag Was sind gute Führungskräfte?, wie du gute Leute hältst, unter Mitarbeitermotivation in der Gastronomie.
Wer hier schreibt
René Kaplick ist in der Gastronomie aufgewachsen und hat mit zehn Jahren die ersten Gäste bedient. Es folgten die Kochausbildung, Stationen in der Sternegastronomie, unter anderem im First Floor Berlin, und die Qualifikation zum Handelsfachwirt. Seit 2010 haben die Gastro Piraten über 5.600 Betriebe begleitet. Er ist Gründer und CEO der Gastro Piraten, Keynote-Speaker und Autor von sieben Fachbüchern, darunter „Aktiver Verkauf im Restaurant“, die Gastro Piraten sind DEHOGA-Partner. Mehr über uns
Das Buch zur Schulung: Aktiver Verkauf im Restaurant
Alle Techniken aus diesem Beitrag, ausführlich erklärt, mit Szenen zum Durchspielen im Team, Formulierungen für jede Station vom Aperitif bis zum Digestif und den Abläufen, mit denen wir auch vor Ort in Betrieben arbeiten. Kein Theoriegerede, sondern Material für das nächste Briefing.
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Häufige Fragen
Was bringt eine Verkaufsschulung in der Gastronomie?
Sie erhöht den Umsatz pro Gast, weil der Service aktiv empfiehlt statt nur Bestellungen aufzunehmen. Entscheidend ist der Deckungsbeitrag: 2 Euro mehr brutto pro Gast sind nach Umsatzsteuer und Wareneinsatz rund 1,28 Euro. Bei 100 Gästen an 312 Tagen sind das knapp 40.000 Euro im Jahr.
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Welche Verkaufstechniken funktionieren im Restaurant?
Fünf Grundtechniken reichen für den Anfang: das erste Getränk anbieten statt fragen, Empfehlungen mit zwei Möglichkeiten, feste Stationen vom Aperitif bis zum Kaffee, Beschreibungen, die Lust machen und stimmen, und eine ehrliche Abschlussfrage vor dem Bezahlen.
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Ein Seminar kann Motivation bringen, wirkt aber selten dauerhaft, wenn nur eine Person teilnimmt und im Betrieb niemand übt. Wirksamer ist ein kurzes tägliches Training mit dem ganzen Team im eigenen Laden, mit euren Gerichten und gemessen über eure Kassendaten.
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Nicht das Wissen verkauft das Dessert, sondern die Servicekraft, die es heute Morgen probiert und gestern geübt hat, also fang morgen mit zehn Minuten an.