Ampel für deinen Betrieb, Speisekarten-Fotos, Chatbots und wie du KI-Bilder machst, die nach dir aussehen
Du kennst das inzwischen auch: eine Speisekarte, auf der jedes Gericht aussieht wie aus einem Werbespot. Goldenes Licht, perfekte Kruste, Dampf, der genau richtig aufsteigt. Dann kommt das Schnitzel. Kleiner, blasser, die Zitrone liegt daneben statt drauf. Es schmeckt gut. Aber der Gast ist enttäuscht, bevor er den ersten Bissen hat. Das Bild auf der Karte war mit KI gemacht, und es hat etwas versprochen, das die Küche nicht halten kann.
Seit dem 2. August 2026 ist das nicht mehr nur eine Frage des guten Geschmacks. Mit Artikel 50 der europäischen KI-Verordnung gelten Kennzeichnungspflichten für bestimmte KI-Inhalte: Chatbots müssen sagen, dass sie Chatbots sind. Realistisch wirkende KI-Bilder von Menschen, Orten oder Ereignissen müssen als künstlich erkennbar sein. Und bei Verstößen sieht die Verordnung Bußgelder vor, die ernst genommen werden wollen.
In diesem Beitrag geht es um zwei Dinge. Erstens: Was musst du als Gastronom oder Hotelier seit August kennzeichnen und was nicht? Zweitens, und das ist mir fast wichtiger: Warum sehen inzwischen alle KI-Bilder in unserer Branche gleich aus, und wie machst du es besser? Ich zeige dir dabei auch, wie wir es selbst machen. Denn die Bilder in unseren Fachartikeln entstehen seit Oktober mit KI, und wir kennzeichnen jedes einzelne.
Was gilt seit August 2026 bei der KI-Kennzeichnung?
Seit dem 2. August 2026 gilt Artikel 50 der KI-Verordnung. Für Gastronomen heißt das vor allem drei Dinge: Chatbots und KI-Telefone müssen sich als KI zu erkennen geben, realistisch wirkende KI-Bilder, Videos und Tonaufnahmen von Menschen, Orten oder Ereignissen müssen sichtbar als künstlich gekennzeichnet werden, und KI-Texte zu Themen von öffentlichem Interesse brauchen einen Hinweis, wenn sie niemand redaktionell prüft.
Die Regel steht in Artikel 50 der KI-Verordnung der Europäischen Union. Sie unterscheidet zwischen zwei Rollen. Die Anbieter, also die Hersteller von ChatGPT, Midjourney und Co., müssen ihre Ausgaben technisch markieren, etwa über unsichtbare Metadaten. Die Betreiber, und das bist du, sobald du ein KI-Bild auf deiner Website oder bei Instagram veröffentlichst, müssen dafür sorgen, dass der Betrachter es erkennen kann, wenn ein Deepfake vorliegt.
Das Wort Deepfake klingt nach Politik und Betrug, ist aber weiter gefasst, als viele denken. Gemeint sind KI-Bilder, Videos oder Tonaufnahmen, die echten Personen, Gegenständen, Orten oder Ereignissen ähneln und fälschlich als echt erscheinen würden. Ein fotorealistisches Bild einer lachenden Servicekraft in einem Landgasthof kann darunterfallen, auch wenn es die Frau nie gegeben hat. Ein erkennbar künstliches, illustratives Bild eher nicht.
Drei Daten, die du kennen solltest
2. August 2026: Seitdem gilt Artikel 50 der KI-Verordnung mit den Transparenzpflichten.
15 Millionen Euro oder 3 Prozent: So hoch können Bußgelder für Verstöße gegen die Transparenzpflichten im Höchstfall ausfallen. Für kleine Betriebe gilt die Verhältnismäßigkeit.
Vor dem Stichtag erzeugte Inhalte: Bilder, die vor dem 2. August 2026 entstanden sind, müssen nach verbreiteter Auffassung nicht nachträglich gekennzeichnet werden. Freiwillig nachzurüsten schadet aber nicht.
Was musst du in deinem Betrieb kennzeichnen und was nicht?
Kennzeichnen musst du einen Chatbot auf der Website, ein KI-Telefon und fotorealistische KI-Bilder, die echte Menschen, deinen Betrieb oder Ereignisse vortäuschen könnten. Nicht kennzeichnen musst du Texte, die du mit KI schreibst und selbst prüfst, sowie echte Fotos mit normaler Bearbeitung. Dazwischen liegt ein Graubereich, in dem eine freiwillige Kennzeichnung die sichere Wahl ist.
Die KI-Ampel für deinen Betrieb
Chatbot auf der Website, der direkt mit Gästen schreibt
KI-Telefon, das Reservierungen annimmt
Fotorealistische KI-Bilder von Menschen, Orten oder Ereignissen, die echt wirken, etwa ein „Teamfoto“ oder „unsere Terrasse im Sommer“
KI-Symbolbilder im Blog oder auf Social Media, auch wenn sie erkennbar inszeniert sind
KI-Fotos von Gerichten, und zwar besser gar nicht auf der Speisekarte
KI-Videos für Werbung, auch ohne echte Personen
Texte, die du mit KI schreibst und selbst prüfst, etwa Speisekarte, Website, Blog
Antworten auf Bewertungen, die du mit KI vorformulierst und freigibst
Echte Fotos mit normaler Bearbeitung wie Helligkeit, Zuschnitt, kleine Retusche
Vereinfachte Einordnung nach Artikel 50 der KI-Verordnung, Stand Oktober 2026. Keine Rechtsberatung. Grenzfälle klärst du mit einem Anwalt für IT- und Medienrecht.
Die Ampel ist bewusst vorsichtig gebaut. Bei Gelb ist die Rechtslage nicht eindeutig, und in einem neuen Gesetz entscheiden am Ende Gerichte, wo die Grenze verläuft. Bis dahin gilt für mich eine einfache Regel: Wenn ein Gast bei einem Bild auch nur kurz denken könnte, das sei echt, dann kommt ein Hinweis drunter. Das kostet dich nichts, wirkt eher seriös als störend, und niemand kann dir vorwerfen, du hättest etwas vorgetäuscht.
Bei den Texten bist du entspannter dran, als viele Agenturen dir gerade erzählen. Die Kennzeichnungspflicht für KI-Texte betrifft Inhalte, die die Öffentlichkeit über Angelegenheiten von öffentlichem Interesse informieren und ohne menschliche Prüfung veröffentlicht werden. Deine Speisekarte, dein Instagram-Post über das neue Herbstmenü oder deine Antwort auf eine Google-Bewertung sind keine Nachrichten von öffentlichem Interesse, und du prüfst sie ohnehin, bevor sie rausgehen.
Was gilt für Chatbots und KI am Telefon?
Ein Chatbot auf deiner Website und ein KI-Telefon müssen dem Gast sagen, dass er mit einer KI spricht, sofern das nicht offensichtlich ist. In der Praxis reicht ein Satz am Anfang: Hier antwortet unser digitaler Assistent. Diese Pflicht richtet sich zuerst an den Anbieter des Systems, du solltest aber prüfen, dass der Hinweis in deiner Einrichtung aktiv ist.

Die Versuchung ist groß, den Hinweis abzuschalten, weil er „zu technisch klingt“. Das ist die falsche Stelle zum Sparen. Gäste nehmen einem Chatbot nicht übel, dass er ein Chatbot ist. Sie nehmen es übel, wenn sie nach drei Nachrichten merken, dass sie mit einer Maschine flirten, die sich als Juniorchefin ausgegeben hat. Wie ein sauberer KI-Dialog am Telefon klingt und welche Fragen du einem Anbieter stellen solltest, haben wir im Beitrag KI am Telefon ausführlich durchgespielt.
Ein Punkt, den viele übersehen: Ein Chatbot, der Allergiefragen beantwortet, ist ein Risiko, das mit Kennzeichnung nichts zu tun hat. Wenn die KI einem Gast mit Nussallergie sagt, das Gericht sei unbedenklich, hilft dir kein Hinweis am Anfang des Chats. Stell deinen Chatbot so ein, dass er bei Allergenen und Unverträglichkeiten nie selbst antwortet, sondern an einen Menschen verweist.
Darf ich KI-Fotos von Gerichten auf die Speisekarte setzen?
Ich rate dringend davon ab. Unabhängig von der KI-Verordnung darfst du Gäste nicht über die Beschaffenheit deines Angebots täuschen. Ein KI-Foto, das ein Gericht größer, schöner oder anders zeigt, als es auf dem Teller ankommt, kann eine irreführende geschäftliche Handlung sein. Und noch bevor ein Anwalt das prüft, prüft es der Gast. Mit dem Handy, in der Bewertung.
Die Grundlage für die Irreführung ist das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb. Es ist älter als jeder Bildgenerator und gilt genauso für ein retuschiertes Werbefoto wie für ein KI-Bild. Die KI macht es nur verlockend einfach, ein Gericht zu zeigen, das es so nie gab. Ein zweiter Punkt kommt dazu: Plattformen wie das Google-Unternehmensprofil wollen Fotos, die deinen Betrieb so zeigen, wie er ist. KI-Bilder deiner Gerichte haben dort nichts zu suchen.

Die gute Nachricht: Ein echtes Foto deiner Currywurst, gemacht mit einem aktuellen Smartphone bei Tageslicht, schlägt jedes KI-Bild. Es ist ehrlich, es ist deins, und Gäste spüren den Unterschied. Fünf Minuten am Fenster, ein ruhiger Hintergrund, ein Teller ohne Fingerabdrücke am Rand. Mehr braucht es nicht. Wie deine Speisekarte insgesamt so aufgebaut wird, dass sie verkauft statt nur informiert, zeigen wir in Rettungsanker Gastronomie, Band 2: Die Ertragsseite.
Die Fünf-Minuten-Regel für Gerichtsfotos
Teller ans Fenster, Tageslicht von der Seite, Handy auf Augenhöhe mit dem Teller oder direkt von oben, nichts im Hintergrund, was ablenkt. Drei Fotos machen, das beste nehmen, nicht filtern. Das ist besser als jedes KI-Bild, weil es stimmt.
Warum sehen KI-Bilder in der Gastronomie alle gleich aus?
KI-Bilder in der Gastronomie sehen alle gleich aus, weil fast alle Nutzer ähnliche Kurzbefehle eintippen und die Bildgeneratoren dann auf ihre Lieblingsästhetik zurückfallen: warmes Gegenlicht, Bernstein und Blau, unscharfer Hintergrund, perfekte Oberflächen, leere edle Räume. Das Ergebnis ist ein Einheitsbrei, den Gäste inzwischen auf den ersten Blick als KI erkennen.
Ich sage das auch selbstkritisch. Wir haben im Oktober angefangen, unsere Fachartikel mit KI-Bildern auszustatten, und die ersten fünf Bilder sahen fast identisch aus. Dunkles Restaurant, goldenes Licht, irgendwo schwebte ein leuchtendes Diagramm. Einzeln waren sie hübsch. Nebeneinander waren sie langweilig. Und ein Leser, der drei unserer Artikel hintereinander öffnet, merkt das sofort.
| Typischer KI-Einheitsbrei | So machst du es besser |
|---|---|
| Immer dieses Orange-Blau, goldenes Licht, unscharfer Hintergrund | Für jedes Motiv einen eigenen Fotostil festlegen: Schwarz-Weiß, Filmkorn, hartes Blitzlicht, Pastell |
| Leere, perfekte Räume ohne Menschen | Menschen zeigen, in Bewegung, mit Falten, Schürze voller Flecken, echtem Lachen |
| Gerichte, die aussehen wie aus Plastik | Gerichte immer echt fotografieren, KI nur für Stimmung und Symbolbilder |
| Jedes Bild spielt im selben Edel-Restaurant | Den eigenen Betriebstyp zeigen: Imbiss, Landgasthof, Hotelrezeption, Kantine, Bar |
| Schwebende Hologramme und Diagramme über allem | Eine einzige klare Idee pro Bild, lieber ein starkes Symbol als zehn Effekte |
| Unlesbare Fantasie-Schrift auf Tafeln und Bildschirmen | Im Prompt immer „kein Text“ verlangen und Schrift später selbst setzen |
Der Einheitsbrei ist nicht nur ein ästhetisches Problem. Er kostet dich Wirkung. Wenn dein Instagram-Post aussieht wie die Werbung von zwanzig anderen Betrieben, scrollt der Gast weiter. Wenn deine Website wirkt wie eine Vorlage, glaubt er dir die Einzigartigkeit nicht, die du im Text versprichst. Ein Bild soll zeigen, wer du bist, nicht, welches Werkzeug du benutzt.
Wie machst du KI-Bilder, die nicht nach KI aussehen?
KI-Bilder, die nicht nach KI aussehen, bekommst du mit drei Vorgaben: einem eigenen Fotostil pro Motiv, einem echten Ort aus deiner Welt und echten Menschen in echten Momenten. Statt „schönes Restaurant, warmes Licht“ schreibst du, wer was wo tut und wie das Bild fotografiert sein soll. Je konkreter die Szene, desto weniger greift die KI auf ihren Standardlook zurück.
So sieht das in der Praxis aus. Ein schwacher Befehl lautet: „Restaurant mit Kellnerin, modern, stimmungsvoll.“ Ein starker Befehl lautet: „Wirtin um die fünfzig in einem urigen Landgasthof klemmt lachend den Telefonhörer zwischen Schulter und Ohr und trägt zwei Teller mit Schnitzel, im Hintergrund Holzvertäfelung und Stammtisch. Stil: Reportagefotografie auf 35-Millimeter-Film, natürliche warme Farben, leichtes Filmkorn, ungestellter Moment, kein Text.“ Das zweite Bild hat eine Geschichte. Das erste hat Licht.
- Fotostil festlegen, nicht nur Stimmung. Reportage auf Film, Schwarz-Weiß mit einem Farbakzent, hartes Blitzlicht wie auf einer Party, helle skandinavische Werbefotografie, Pastell mit symmetrischem Aufbau. Jeder Stil erzählt etwas anderes.
- Den eigenen Betriebstyp zeigen. Ein Imbiss ist kein Sternerestaurant und muss auch nicht so aussehen. Gäste mögen es, wenn sie den Ort wiedererkennen, an dem sie essen.
- Menschen mit Kanten. Falten, Tattoos, eine Schürze mit Flecken, ein genervter Blick auf das klingelnde Telefon. Perfekte Gesichter sind das sicherste KI-Merkmal überhaupt.
- Eine Idee pro Bild. Das Taschenmesser mit Bierglas und Kalender, die Wirtin mit Telefon und Schnitzel. Ein starkes Symbol schlägt zehn Effekte.
- Kein Text im Bild. KI erfindet Buchstaben. Verlang ausdrücklich „kein Text“ und setz Schrift, wenn nötig, später selbst.
- Kennzeichnung gleich mitplanen. Die Bildunterschrift ist der richtige Ort für den Hinweis, nicht ein versteckter Vermerk, den niemand findet.
Und eine Grenze ziehe ich klar: Keine KI-Bilder von echten Menschen aus deinem Betrieb oder deiner Umgebung, ohne dass sie zugestimmt haben. Wer aus dem Foto seiner Servicekraft per KI eine neue Szene baut, bewegt sich nicht nur bei der Kennzeichnung auf dünnem Eis, sondern auch beim Recht am eigenen Bild. Und genau diese Bilder sind die, die man unbedingt kennzeichnen müsste.
Was gilt für KI-Bilder auf Instagram, Facebook und Google?
Auf Instagram und Facebook kannst du KI-Inhalte über die Kennzeichnung der Plattform markieren, die Plattformen versehen solche Inhalte teilweise auch selbst mit einem Hinweis. Das ersetzt nicht deine eigene Verantwortung: Wirkt ein Bild echt, gehört der Hinweis gut sichtbar dazu. Im Google-Unternehmensprofil haben KI-Bilder deiner Gerichte und Räume nichts verloren.
Ein Punkt, der in der Diskussion oft untergeht, ist das Urheberrecht. Ein Bild, das vollständig von einer KI erzeugt wurde, ist nach herrschender Meinung in Deutschland nicht urheberrechtlich geschützt, weil dahinter keine menschliche Schöpfung steht. Für dich heißt das: Andere dürfen dein KI-Bild im Zweifel einfach übernehmen. Für einzigartige Markenbilder, etwa dein Logo, dein Haus oder dein Team, bleibt deshalb das echte Foto oder die echte Gestaltung die bessere Wahl.
Umgekehrt gilt: Achte darauf, dass dein KI-Bild nicht versehentlich geschützte Marken, bekannte Figuren oder Werke anderer nachbildet. Ein Getränk mit erkennbarem Markenlogo oder ein Bild im Stil eines bekannten Künstlers kann Ärger machen, der mit der KI-Verordnung gar nichts zu tun hat. Im Prompt hilft der einfache Zusatz „ohne Logos und Markennamen“.
Warum erstellen wir unsere Bilder mit KI?
Wir erstellen die Bilder in unseren Fachartikeln mit KI, weil wir unser Wissen weiterhin kostenlos auf der Website anbieten wollen. Für jeden Artikel einen Fotografen zu buchen, würde schnell mehrere hundert Euro pro Beitrag kosten. Mit KI-Bildern, sauber gekennzeichnet, können wir mehr Artikel schreiben, tiefer gehen und trotzdem niemandem eine Bezahlschranke vor die Nase setzen.
Was ein Bild für einen Fachartikel kostet
Professioneller Fotograf mit Shooting vor Ort, Anfahrt und Bearbeitung
ein halber bis ganzer Tag, schnell mehrere hundert Euro
KI-Bild mit gutem Prompt, Auswahl und Kennzeichnung
rund 15 Minuten, fast keine Kosten
Grobe Größenordnung zur Veranschaulichung. Für echte Gerichte und dein echtes Team bleibt der Fotograf die richtige Wahl.
Das ist mir wichtig, weil es eine Haltung ist und kein Sparmodell. Bei uns kannst du dich durch über 290 Fachartikel lesen, bevor du uns auch nur einmal anrufst. Kalkulation, Personal, Steuern, Gründung, Marketing, Digitalisierung. Mit echten Rechnungen, echten Paragrafen und dem, was wir in 16 Jahren Beratung und über 5.600 begleiteten Betrieben gelernt haben. Viele, die später mit uns arbeiten, kommen genau so zu uns: Sie haben gelesen, nachgerechnet und gemerkt, dass da jemand weiß, wovon er redet.
Die Texte schreiben wir mit Unterstützung von KI und prüfen jeden einzelnen fachlich, bevor er online geht. Zahlen, Gesetze, Fristen, Rechenbeispiele. Was nicht stimmt, fliegt raus. Die Bilder sind Symbolbilder, und so steht es auch darunter. Für alles, was echt sein muss, also unsere Leute, unsere Projekte und unsere Kunden, bleibt es beim echten Foto.
Unser Transparenzversprechen
Jedes KI-Bild in unseren Artikeln ist als Symbolbild gekennzeichnet.
Wir zeigen keine KI-Menschen als angebliche Kunden oder Mitarbeiter.
Jeder Artikel wird vor der Veröffentlichung fachlich geprüft und verantwortet.
Unser Wissen bleibt auf der Website frei zugänglich.
Wo kannst du noch tiefer einsteigen?
Wer tiefer einsteigen will als ein Blogartikel erlaubt, findet unser gesammeltes Wissen in sieben Fachbüchern, jedes zu einem Thema, das in der Gastronomie über Erfolg oder Pleite entscheidet. Die Bücher bauen auf denselben Rechnungen und Erfahrungen auf wie unsere Beratung, nur mit mehr Platz für Beispiele, Vorlagen und die Geschichten dahinter.
Unser Bücherregal: das Wissen aus 16 Jahren Beratung
Sieben Fachbücher, jedes mit echten Zahlen aus der Praxis. Alle auf Amazon erhältlich.
Für das Thema dieses Artikels ist vor allem Der digitale Wirt interessant. Dort geht es um alle digitalen Werkzeuge, die in der Gastronomie wirklich etwas bringen, von der Kasse über die Reservierung bis zur Frage, wie dich KI-Systeme finden. Mehr zum Buch steht auf der Seite Der digitale Wirt.
Was solltest du jetzt in deinem Betrieb prüfen?
Prüf jetzt drei Stellen: deine Website mit Chatbot, Bildern und Speisekarte, deine Social-Media-Kanäle der letzten Monate und alle Werkzeuge, die mit Gästen sprechen, also Chatbot, Telefon und automatische Nachrichten. Leg eine Liste an, wo KI im Einsatz ist, und entscheide pro Punkt: kennzeichnen, ersetzen oder lassen.
Der KI-Check in 30 Minuten
Gibt es auf deiner Website einen Chatbot, und sagt er am Anfang, dass er eine KI ist?
Nimmt ein KI-System Anrufe oder Nachrichten an, und kündigt es sich als KI an?
Welche Bilder auf Website, Speisekarte und Instagram sind KI-generiert, und stehen sie mit Hinweis da?
Zeigen KI-Bilder Gerichte, die auf dem Teller anders aussehen? Dann durch echte Fotos ersetzen.
Gibt es KI-Bilder von Menschen, die als echtes Team oder echte Gäste wirken könnten? Dann kennzeichnen oder entfernen.
Die Prüfung ist auch eine gute Gelegenheit, deine Website insgesamt anzuschauen. Wie Gäste und KI-Systeme dein Restaurant finden und was dafür auf der Seite stehen muss, haben wir in zwei Beiträgen aufgeschrieben: in den Grundlagen zur KI-Sichtbarkeit und, eine Ebene tiefer, mit allen Fachbegriffen übersetzt, im Beitrag GEO für Restaurants. Und wie die Website selbst aufgebaut sein sollte, zeigt der Leitfaden Restaurant Website erstellen.
Wenn du Unterstützung bei Bildern, Texten und dem ganzen digitalen Auftritt willst, sauber gekennzeichnet und mit Bildern, die nach dir aussehen und nicht nach Vorlage, schau dir unser Marketing für die Gastronomie an. Und wer Chatbot, Telefon und Reservierung technisch sauber verbinden will, findet die passende Begleitung im Bereich Digitalisierung.
Dein Auftritt, ehrlich und unverwechselbar
Wir prüfen mit dir, wo in deinem Betrieb KI im Einsatz ist, was gekennzeichnet werden sollte und wie deine Bilder und Texte endlich nach dir aussehen statt nach Einheitsbrei. Jetzt kostenloses Erstgespräch buchen
Du willst solche Themen regelmäßig live mit uns durchgehen? Dann melde dich für die Hospitality Business School an, unser wöchentliches Online-Format für Gastronomen im DACH-Raum, montags von 10 bis 11 Uhr.
Das Schnitzel auf der Karte hat etwas versprochen, das die Küche nicht halten konnte. Mach es andersrum: Zeig, was du wirklich hast, und schreib dran, wenn es ein Symbolbild ist. Das ist nicht weniger Marketing. Das ist besseres.
Häufige Fragen zur KI-Kennzeichnungspflicht in der Gastronomie
Muss ich als Restaurant KI-Bilder kennzeichnen?
Pflicht ist die Kennzeichnung nach Artikel 50 der KI-Verordnung bei sogenannten Deepfakes, also KI-Bildern, die echten Personen, Orten, Gegenständen oder Ereignissen ähneln und fälschlich als echt erscheinen könnten. Fotorealistische KI-Bilder mit Menschen oder deinem Betrieb fallen schnell darunter. Für erkennbar inszenierte Symbolbilder ist die Kennzeichnung nicht zwingend, aber empfehlenswert, weil sie wenig kostet und Ärger vermeidet.
Seit wann gilt die KI-Kennzeichnungspflicht?
Die Transparenzpflichten aus Artikel 50 der europäischen KI-Verordnung gelten seit dem 2. August 2026. Sie betreffen Chatbots und andere KI-Systeme, die direkt mit Menschen sprechen, Deepfakes in Bild, Ton und Video sowie bestimmte KI-Texte zu Themen von öffentlichem Interesse, die ohne redaktionelle Prüfung veröffentlicht werden.
Muss ich Texte kennzeichnen, die ich mit ChatGPT schreibe?
In aller Regel nicht. Die Kennzeichnungspflicht für KI-Texte betrifft Texte, die die Öffentlichkeit über Angelegenheiten von öffentlichem Interesse informieren und ohne menschliche Prüfung und redaktionelle Verantwortung veröffentlicht werden. Speisekarte, Website-Texte, Blogartikel oder Bewertungsantworten, die du selbst prüfst und freigibst, fallen normalerweise nicht darunter.
Darf ich KI-Fotos von Gerichten auf der Speisekarte verwenden?
Davon raten wir ab. Unabhängig von der KI-Verordnung darfst du Gäste nicht in die Irre führen. Ein KI-Foto, das ein Gericht größer, schöner oder anders zeigt, als es auf dem Teller ankommt, kann eine irreführende geschäftliche Handlung sein und kostet dich vor allem Vertrauen und Bewertungen. Für Gerichte gilt: echt fotografieren, ruhig mit dem Smartphone.
Wie kennzeichne ich ein KI-Bild richtig?
Am einfachsten mit einem kurzen Hinweis direkt am Bild, etwa in der Bildunterschrift: Symbolbild, KI-generiert. Der Hinweis muss für den Betrachter ohne Hilfsmittel erkennbar sein, ein versteckter Vermerk im Alt-Text oder in den Metadaten reicht dafür nicht. Auf Instagram und Facebook kannst du zusätzlich die Kennzeichnung der Plattform für KI-Inhalte nutzen.
Was passiert, wenn ich gegen die Kennzeichnungspflicht verstoße?
Die KI-Verordnung sieht für Verstöße gegen die Transparenzpflichten Bußgelder vor, die bis zu 15 Millionen Euro oder 3 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes reichen können. Für kleine Betriebe wird die Höhe im Einzelfall nach Verhältnismäßigkeit bemessen. Wahrscheinlicher als ein Bußgeld sind in der Praxis Abmahnungen und ein Imageschaden.
Muss ich meinen Website-Chatbot kennzeichnen?
Ja. Ein Chatbot, der direkt mit Gästen schreibt, muss erkennbar machen, dass der Gast mit einer KI spricht, sofern das nicht ohnehin offensichtlich ist. Ein Satz zu Beginn des Chats reicht, etwa: Hier antwortet unser digitaler Assistent. Dasselbe gilt für KI-Telefonassistenten bei der Reservierung.
Warum sehen so viele KI-Bilder in der Gastronomie gleich aus?
Weil die meisten Nutzer ähnliche Kurzbefehle verwenden und die Bildgeneratoren dann auf ihre Lieblingsästhetik zurückfallen: warmes Gegenlicht, unscharfer Hintergrund, perfekte Oberflächen, leere Räume. Wer für jedes Motiv einen eigenen Fotostil, einen echten Ort und echte Menschen vorgibt, bekommt Bilder, die sich vom Einheitsbrei abheben.