Gastro Piraten - Beratung und Buchhaltung für Gastonomie und Hotellerie

Mindestlohn in der Gastronomie / Mindestlohn Hotellerie!

Ist der Mindestlohn in der Gastronomie und Hotellerie ein Fluch oder Segen?

 

Auf allen politischen Ebenen wird derzeit über einen flächendeckenden Mindestlohn diskutiert. Zum jetzigen Zeitpunkt ist eine klare Tendenz erkennbar, welche uns die Einführung einer Mindestlohngrenze von 8,50 € in naher Zukunft verspricht. 

 

Für die Einen ein Segen, für die Anderen ein Fluch?! Für eine sehr breite Masse in der Bevölkerung ist die Einführung der Mindestlohngrenze eine längst überfällige Entscheidung der Regierung. Zu Zeiten von Lohndumping und sittenwidrigen Löhnen steigen bei vielen Angestellten in der Gastronomie und Hotellerie die Hoffnungen auf eine gerechtere Entlohnung. Für viele Mitarbeiter ist die Einführung der Mindestlohngrenze von 8,50 € also in jedem Fall als Segen anzusehen. 

 

Aber was ist mit den Unternehmen? Unsere Erfahrungen zeigen, dass gerade die Lohnstruktur der Gastronomie und Hotellerie in den neuen Bundesländern und in ländlichen Regionen sehr niedrig angesiedelt ist. Die Gründe dafür liegen aber meist nicht in der Gier nach mehr Profit, sondern vielmehr im Überlebenskampf der Unternehmen. Die derzeitige Situation vieler Gastronomen und Hoteliers ist schon jetzt als angespannt zu bezeichnen, da bedingt durch stetig steigende Energie- und Warenpreise die Gewinnspanne immer geringer wird oder  teilweise gar nicht mehr vorhanden ist. Dies stellt unseren jetzigen IST-Zustand dar, wobei in der Tat keine Spitzenlöhne gezahlt werden. Was geschieht nun, wenn sich die Personalkosten in kürzester Zeit um 35 % erhöhen? 

 

Die Gastronomie und Hotellerie gehört neben der Baubranche zu den auffälligsten Branchen im Bereich Schwarzarbeit und Scheinselbständigkeit. Der Zoll geht seit einiger Zeit immer stärker gegen die Schwarzarbeit und Scheinselbständigkeit vor. Aber warum kommt es überhaupt zu einer so hohen Beschäftigung von Schwarzarbeitern und Scheinselbständigen? Der Grund liegt nicht selten an den gestiegenen Lohnnebenkosten, welche viele Unternehmen einfach nicht mehr tragen können um weiterhin rentabel zu wirtschaften. Oft werden Vollzeitmitarbeiter in der Gleitzone angemeldet und bekommen noch einen bestimmten Betrag als Schwarzlohn ausgezahlt. Viele Unternehmen gehen somit ein hohes Risiko ein und machen sich natürlich mit den genannten Verfahrensweisen strafbar.

 

Es bleibt abzuwarten wie sich die Einführung eines Mindestlohns in der Gastronomie und Hotellerie auswirken wird. Fest steht jedoch, dass schon jetzt viele Unternehmen mit Ihren Personalkosten am Limit wirtschaften und jede Erhöhung in diesem Bereich an den Gast weitergegeben werden muss um weiterhin rentabel zu wirtschaften. Ob eine angemessene Preiserhöhung in der Gastronomie von den Gästen angenommen wird, bleibt abzuwarten.

 

Wir sind gespannt auf eurer Meinung.


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Kommentare  

 
#9 Mindestlohn GastronomieGabler C. 2014-03-20 19:32
Ich bin selber Unternehmer, und komme allgemein mit der Lohnzahlung zur Zeit noch zu recht.
Wie aber ich dann ab Jan. 2015 den Lohn von 8,50 € zahlen soll weiss ich jetzt noch nicht.
Nebenkosten steigen ständig mit, noch günstiger Einkaufen geht auch nicht mehr. Was kommt,die Preise nach oben legen, Personal reduzieren. Oder wie stellt sich die Regierung das vor ????
Werden weitere Schliessungen von Gaststätten und Hotels folgen.
Es müssten Vergünstigungen in der Gastronomie erfolgen,
dann geben wir gerne gute Löhne an unser Personal weiter.
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#8 organicorganic 2014-02-06 15:29
Lohnschock, Lohnexplosion??? Sprechen wir von der Kulturhochburg Deutschland? Wer arbeitet denn für 5,50€ ?
Dafür kommt heir im Westen kein intelligenter Schüler vom Sofa. Die Diskussion empfinde ich als bestürzend.
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#7 h2ykaDinuß 2013-06-08 10:53
Bin sehr für Mindestlohn in meinem Betrieb ,aber es fehlen ganz einfach die betriebswirtsch aftlichen Voraussetzungen ! Ein geringerer Mehrwertsteuera ufschlag bei gleichen Verkaufspreisen ,würde uns helfen.
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#6 daniel sommerdaniela sommer 2013-03-04 20:15
Was ich mitbekomme ist leider, das die Gastro immer mehr Aussteiger hat, da die Löhne in den Keller wandern, habe selbst einige Bekannte dabei. Sie konnten nix mehr machen, ausser ihre Fixkosten bezahlen, für mehr blieb nichts über sehr Schade, da sie alle ihren Beruf gerne ausgeübt haben
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#5 RE: Mindestlohn in der Gastronomie / Mindestlohn Hotellerie!Christian 2013-03-04 12:48
Natürlich sind die oben genannten Argumente nicht auf alles und jeden zutreffend und ausnahmen bestätigen die Regel. Doch ein höherer Mindestlohn in unserem wunderschönen Beruf, würde sicherlich nicht nur negativauswirku ngen für Deutschland haben.
Amen
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#4 RE: Mindestlohn in der Gastronomie / Mindestlohn Hotellerie!Christian 2013-03-04 12:47
der Schüler die Hand. Man bekommt es quasi schon "von klein an" beigebracht das wäre normal. "Überstunden werden zum Wohle des Betriebs geleistet" oder wie es auch immer Formuliert ist.

Gastronomie in Deutschland ist in viel zu vielen Fällen ausbeute von Fachpersonal

Genau darum gehen so viele von unseren guten Kräften nach Östereich, in die Schweiz und überal anders oder wechseln die Branche. Ein Student bringt ja die selben Leistungen und brauch nicht so täuer bezahlt werden - denkt sich zumindest der Hotelie der sich die Personalkosten sparen will, was Ihm ja auch keiner verübeln kann. Jedoch braucht man sich auch nicht wundern wenn dann nur noch Gäste kommen, die sich den Ansprüchen angepasst haben.
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#3 RE: Mindestlohn in der Gastronomie / Mindestlohn Hotellerie!Christian 2013-03-04 12:46
Das sind gut durchdachte Argumente die du da bringst und auf jeden Fall wichtige Punkte, die es zu berücksichtigen gillt, jeder logisch denkende Mensch sollte das nachvolziehen können. Doch man darf bei der Debatte die sicht des Arbeitnehmers nicht ausser Acht lassen. Ich für mein Teil habe im Moment mit der Gastronomie abgeschlossen. Gerade in Deutschland ist es größtenteils so, dass gelernte Fachkräfte garnicht mehr richtig zu schätzen gewusst werden. Das die Gastronomie ein Beruf ist, der sich imens mehr Zeitraubend aufs Privatleben auswirkt als z.B. der Beruf eines Büroangestellte n ist ja überall bekannt.Doch als Gelernter Hotelfachmann muss man mittlerweile ja wirklich Glück haben, in Deutschland einen Betrieb zu finden bei dem man überhaupt auf seine 1.400 Netto bekommt und das bei teils 6 Tage Wochen mit Teilschichten.Wenn man heute mal durch die BERUFSSCHULKLAS SEN geht und fragt wer denn schonmal mehr als 12 Stunden gearbeitet hatt im Betrieb heben sicherlich mehr als 90 %
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#2 Herbert MoserHerbert Moser 2013-03-03 12:42
Dabei geht es gar nicht darum, dass die Menschen nicht einen besseren - sprich höheren Lohn erhalten sollen. Richtig wärre eine geregelte Übergangszeit von 5 Jahren mit einen Anfangsmindestl ohn von bsplsw. 5,50 Euro, welcher jährlich um 80 Cent steigt. Damit wäre allen geholfen und es hätte eine hohe gesellschaftlli che Akzeptanz, da jeder verstehen würde, dass sich die Preise jährlich durchgehend anpassen würden.
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#1 Herbert MoserHerbert Moser 2013-03-03 12:41
Die Frage ist doch, wie denn die jeweiligen Betriebe den "Lohnschock" abfangen können wollen. Es gibt eine große Anzahl von Betrieben - eine sehr große Anzahl - die sich eine derartige Lohnexplosion nicht leisten können und dann zumachen müss(t)en. Das führt ganz klar in die Schwarzgeldentl ohnung und in die damit einhergehende Kriminalisierun g und Erpressbarkeit der Arbeitgeber. Will man das? Wenn den Menschen nichts bleibt, dann tun sie eben das, was nicht anders geht, auch wenn es illegal ist. Dabei geht es lange nicht nur um Gastronomie. Dies ist in einer großen Anzahl von Branchen so. Dabei gäbe es eine sehr viel bessere und vernünftigere Vorgehensweise.
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